Wer zum ersten Mal Folie bestellt, stößt schnell auf Begriffe wie monomer, polymer oder gegossen. Dahinter stecken unterschiedliche Herstellungsverfahren, und die entscheiden, wie lange eine Folie hält und auf welchen Flächen sie sich sauber anlegt. Hier bekommst du den Überblick.
Kalandrierte Folie: monomer und polymer
Kalandrierte Folien werden aus einer Masse zwischen Walzen auf die gewünschte Dicke gewalzt. Dabei entsteht eine gewisse Spannung im Material, die Folie möchte sich mit der Zeit leicht zusammenziehen.
- Monomere Folie ist die günstige Variante für ebene Flächen und kürzere Einsätze, zum Beispiel Aktionsaufkleber oder Beschriftungen für eine Messe.
- Polymere Folie enthält Weichmacher, die länger im Material bleiben. Sie ist formstabiler, hält länger und legt sich auch auf leicht gewölbte Flächen. Das macht sie zur soliden Wahl für die meisten Fahrzeugaufkleber und Beschriftungen.
Gegossene Folie
Gegossene Folie (Cast-Folie) wird als flüssige Masse auf einen Träger gegossen. Sie ist sehr dünn, nahezu spannungsfrei und lässt sich mit Wärme über Sicken, Wölbungen und Nieten ziehen. Deshalb wird sie für Vollverklebungen und anspruchsvolle Fahrzeugformen eingesetzt. Sie ist die hochwertigste und teuerste Variante.
Spezialfolien
- Lochfolie ist fein perforiert. Von außen siehst du das Motiv, von innen schaust du durch. Ideal für Heckscheiben und Schaufenster.
- Milchglas- oder Glasdekorfolie sieht aus wie satiniertes Glas. Sie sorgt für Sichtschutz in Büros, Praxen und Eingangsbereichen und lässt trotzdem Licht durch.
- Haftfolie hält ohne Kleber durch statische Haftung auf glatten Flächen wie Glas. Sie lässt sich rückstandsfrei abnehmen und wiederverwenden, perfekt für wechselnde Aktionen.
- Bodenfolie wird mit einem rutschhemmenden Laminat geschützt, damit man darauf sicher laufen kann.
- Magnetfolie ist keine Klebefolie, sondern eine flexible Magnetplatte. Sie eignet sich für Werbung auf dem Auto, die du schnell wieder abnehmen willst.
Laminat: Schutzschicht für gedruckte Folien
Gedruckte Folien bekommen auf Wunsch ein transparentes Laminat. Es schützt den Druck vor UV-Licht, Kratzern und der Waschanlage. Glänzendes Laminat lässt Farben kräftiger wirken, mattes Laminat spiegelt weniger und wirkt edler. Für Fahrzeuge empfehlen wir fast immer ein Laminat.
Welche Folie passt zu dir?
Als Faustregel: Für eine kurze Aktion auf ebener Fläche reicht monomere Folie. Für Fahrzeuge und alles, was lange halten soll, nimm polymere Folie mit Laminat. Für komplizierte Formen und Vollverklebungen brauchst du gegossene Folie. Bist du unsicher, frag uns einfach. Wir sagen dir ehrlich, was für dein Projekt sinnvoll ist.